Tag Archiv: Compositing


Es gab ein Weilchen nichts zu hören oder zu sehen. Zumindest für die letzte Woche habe ich eine Ausrede: Ich war von Dienstag Nachmittag bis zum Wochenende rund um die Uhr mit unserem Filmprojekt „99“ beschäftigt.

Dieses Projekt entstand bei der Teilnahme eines Wettbewerbs von 99 Fire Films. Wir hatten nach Bekanntgabe des Themas 99 Stunden Zeit einen 99 Sekunden langen Film zu produzieren. Thema: Feuerverzinkt, Vorgaben: Es muss ein Ampelmast, ein weiterer feuerverzinkter Gegenstand und eines der Wörter „Natürlichkeit“, „Nachhaltigkeit“ oder „Zuverlässigkeit“ vorkommen. Es gab drei Storyansätze, allerdings durfte auch ein eigenes Drehbuch geschrieben werden. Hauptsache die Vorgaben werden eingehalten. Wir entschieden uns für letzteres und schrieben eine eigene Story. Daraus wurde ein technisch aufwändiger Film mit visuellen Effekten, bei denen ich mich austoben konnte.

Sobald erste Bilder auftauchen oder das Video veröffentlicht wird, gibt es hier natürlich was zu sehen. Und was auf der Preisverleihung am kommenden Donnerstag in Berlin passiert werde ich auch berichten ;-)

Soviel zur Lichtschwerter-Ankündigung: Underworld – Rise of the Lycans mal anders. Ich selber habe nie einen der Underworld-Filme gesehen. Sind aber bestimmt gut ;-)

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Zur Entstehungsgeschichte:
Da viele After Effects- oder Compositing-Neuling schon einmal Lichtschwerter ausprobiert haben, wollte ich mich auch daran versuchen. Weil ich aus verschiedenen Gründen kein eigenes Material gedreht habe, suchte ich nach einer hochauflösenden Vorlage (HD) mit Schwertern. So wurde ich auf apple.com/trailers (Originaltrailer) fündig. Zunächst habe ich nur zwei Szenen ausprobiert, dann hab ich mir in den Kopf gesetzt den ganzen Trailer zu machen. Erst später habe ich gemerkt, wie viele Schwerter gegen Ende des Trailers vorkommen. Insgesamt sind es 50 und eine Peitsche, das ganze hat mich etwa 10 Arbeitstage gekostet. Die Schwierigkeit bestand darin, dass durch den dunklen Look des Films die Originalschwerter oftmals nicht zu sehen waren.

Benutzt habe ich nicht After Effects, sondern Apple’s Shake, so wie es ILM bei den neueren Star Wars Filmen gemacht hat.

Dies ist weniger ein Compositing-Test, sondern eher ein Set-Test mit verschiedenen Maßstäben. So habe ich den kleinen „Parkour“ im Maßstab 1:4 nachgebaut, um zu testen, ob das nachher optisch nahtlos zusammenpasst. Ich war trotz des groben Aufbaus doch positiv überrascht. :)

Parkour

Schau genau hin! Die Idee kam mir, nach dem ich letztens nochmal Terminator 2 gesehen hab. :)

Hand

An der entscheidenden Stelle einfach mal die Abspielposition vor und zurückbewegen.

Compositing #3

Eigentlich hatte ich hier mehrere Trickaufnahmen vor, nur war das gefilmte Material unbrauchbar weil sich ein Fremdkörper auf der Linse befand. Das ist hier die unscharfe Stelle an der Tischkante. Inzwischen werfe ich immer einen Blick auf das Objektiv. Auch für Hobbyfotografen ein lohnenswerter Tipp!

Tonne

Diesen Clip habe ich noch vor dem mit der Gießkanne erstellt. In diesem Ortsteil wird neuerdings die Toleranz in die Geschwindigkeitsbegrenzung mit einberechnet. :-)

32

Leider war das Quellmaterial relativ bescheiden.

Compositing #1

Da ich Gefallen am Compositing gefunden habe (siehe Dancing Volker), habe ich in den vergangenen Wochen daheim nur mit einer Kleinbildkamera selbstständig einige Compositing-Versuche durchgeführt und kräftig geshaked. Ein paar vorzeigewürdige Ergebnisse möchte ich hier nach und nach vorstellen, falls Interesse besteht auch gerne eine kurze Erklärung, wie sowas funktioniert.

Zunächst eine neuartige Bewässerungsmethode, die ich mir vielleicht patentieren lasse. ;-) Früher noch mit Fäden gearbeitet, doch so sieht’s finde ich besser aus:

Gießkanne

Ja ich weiß, nächstes mal sollte ich erst Wasser einfüllen… :-[

Dancing Volker

Aufgrund der Bachelor Bestimmungen der Middlesex University in London muss beim Film & Animation Studiengang ganz von vorne angefangen werden. Also bei Computergrundlagen (z.B. was macht ein Prozessor? ;-) ) und so. Nun gibt es einige (ich zum Beispiel), die es gar nicht abwarten können eine Kamera in die Hand zu nehmen. Da wir noch keinen „Kameraschein“ haben, hat Kay seine eigene Kamera mitgebracht und am vergangenen Mittwoch das Greenscreen-Studio reserviert. Da niemand Ahnung hatte sind unsere Aufnahmen doch recht bescheiden. Was manche aber nicht daran hindert, an den Aufnahmen zu basteln. Nach dem ich mich in den zwei Wochen an dem Compositing-Programm Shake versucht habe, möchte ich doch mal eines der Zwischenergebnisse veröffentlichen. Gestern Nachmittag entstanden, angelehnt an die iPod-Werbespots, Zeitaufwand etwa zwei Stunden: Ganze vier :) Sekunden komprimierte Tanz-Blödeleien von Volker :D

© 2011 M. Chris Kerstan